Stellantis + Wayve: AI-Powered Hands-Free Driving by 2028

May 27, 2026 min

Stellantis hat eine strategische Partnerschaft mit Wayve angekündigt, um bis 2028 “AI-powered hands-free driving” in Serienfahrzeugen zu bringen. Aber was bedeutet das konkret, und wie positioniert sich Stellantis damit im Wettbewerb?

Das Wichtigste in Kürze

  • 2028 Zieltermin: Erste Integration in Nordamerika geplant
  • Level 2++ statt Level 3: “Hands-free, supervised” – der Fahrer muss weiterhin aufpassen
  • Embodied AI: Wayve nutzt End-to-End Machine Learning statt regelbasierter Systeme
  • Schnelle Integration: Prototyp bereits in unter 2 Monaten auf Stellantis-Plattformen integriert
  • Skalierung: Über alle 14 Stellantis-Marken weltweit via STLA AutoDrive Plattform

Embodied AI vs. Klassische ADAS

AspektWayve Embodied AITraditionelle ADAS
AnsatzEnd-to-End Machine LearningRegelbasierte Algorithmen
LernmethodeAus realen FahrdatenVordefinierte Regeln
Update-FähigkeitKontinuierliches LernenLimitiert durch Architektur
HardwareNVIDIA DRIVE Thor ReferenzOEM-spezifische ECUs

Das Risiko: Embodied AI ist schwerer zu validieren und zertifizieren als regelbasierte Systeme – daher der 2028 Timeline (Regulatorik, nicht Technik).

Zeitplan & Roadmap

MeilensteinJahrDetails
PartnerschaftMai 2026Offizielle Ankündigung
PrototypBereits aktivIntegration in <2 Monaten erreicht
Erste Integration2028Nordamerika, STLA AutoDrive
SkalierungPost-2028Globale Ausrollung über alle Marken

Kritische Anmerkung: 2028 ist ambitioniert für “Door-to-Door” Hands-Free. GM brauchte für Super Cruise (nur Highway) Jahre der Entwicklung.

Wettbewerbskontext

HerstellerSystemStatusLevel
GMSuper CruiseSerie seit 2022L2+
FordBlueCruiseSerie seit 2023L2+
MercedesDRIVE PILOTSerie seit 2022L3
BMWHighway AssistantSerie seit 2024L2+
TeslaFSD (Supervised)BetaL2+

Mercedes bleibt Referenz: Als einziger Hersteller mit Level 3 (Eyes-off) in Serie.

Wayve: Das Unternehmen hinter der Technologie

  • Gegründet: 2017, London UK
  • Fokus: Embodied AI für autonomes Fahren
  • Gesamtfunding: ~$1,8 Mrd.
    • Series C (2024): $1,05 Mrd. (SoftBank, NVIDIA, Microsoft)
    • Series D (2026): $1,2 Mrd. (Mercedes, Stellantis, Nissan, Uber)

Unterschied zu Tesla: Wayve verkauft Software an OEMs, keine eigene Fahrzeugmarke.

SO WHAT: Implikationen für die Branche

  1. Embodied AI Trend beschleunigt sich: Tier-1 (Mobileye, Bosch, Continental) müssen Architekturen überdenken
  2. OEMs suchen AI-First Partnerschaften: Eigenentwicklung ist zu langsam und teuer
  3. Level 2++ wird Standard: Level 3 bleibt rar wegen Haftungsfragen und Regulatorik
  4. 2028 ist entscheidend: Wer nicht im Markt ist, verliert den Anschluss

Fazit

Die Stellantis-Wayve Partnerschaft ist ein strategisch wichtiger Schritt. Mit Wayve’s Embodied AI holt Stellantis bei der ADAS-Entwicklung auf, bleibt dabei aber auf dem sicheren Level 2++ Terrain.

Die 2028 Timeline ist ambitioniert – nicht wegen der Technik (Wayve hat funktionierende Prototypen), sondern wegen regulatorischer Hürden und Skalierung über 14 globale Marken.

Analyse basierend auf Stellantis Pressemitteilung vom 22. Mai 2026

~Tech Insights